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Genderstern

Der Genderstern ist eine Form der gendersensiblen Schreibweisen. Er wird auch Gendersternchen, Gender-Stern oder Genderstar genannt. Manche bezeichnen ihn als Asterisk. Vor der Verwendung als Genderstern diente das typographische Zeichen zur Markierung einer Fußnote. Mit dem Genderstern zu schreiben oder zu sprechen, adressiert alle Geschlechter.

Der Genderstern wird nach einer maskulinen Personenbezeichnung bzw. den Wortstamm und vor die weibliche Endung gesetzt und hochgestellt. Er gehört, wie der Gender-Gap und der Gender-Doppelpunkt, zu den sogenannten Genderzeichen: Ein typographisches Zeichen als Wortzusatz deutet die geschlechtliche Vielfalt an. Beispielsweise entsteht so aus dem Begriff Journalist das Wort Journalist*in.

Beim Sprechen wird  eine minikleine Pause zwischen dem ersten Wortteil und der Endung gemacht. Diese Pause heißt Glottisschlag. Sie kommt im Deutschen öfter vor, etwa in den Wörtern „Theater“ oder „Spiegelei“. Ein Beispiel der Sprechweise finden Sie bei Genderleicht.de.

Der Genderstern ist das bekannteste Genderzeichen. Die Wörter „Genderstern“ und „Gendersternchen“ wurden 2020 in die Neuauflage des Duden aufgenommen.

 

Kritik

Typographische Wortzusätze sind der deutschen Rechtschreibung fremd. Wer regelkonform schreiben muss, z. B. in der Schule oder oft auch in den Medien, sollte auf Beidnennung und geschlechtsneutrale Formulierungen ausweichen.

Der Genderstern ist nicht barrierefrei.

 

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