Projekt Genderleicht

 Die Debatte um gendergerechte Sprache beschäftigt uns Medienschaffende in zweifacher Hinsicht. Einerseits berichten wir über die vielfältigen Ideen und Implementierungen des Themas, andererseits diskutieren wir darüber auch in Redaktionen und Verbänden.

Mehr Gendersensibilität im Journalismus

Der Journalistinnenbund hat mit seiner langjährigen Erfahrung die Initiative ergriffen und das Projekt Genderleicht gegründet. Das Ziel: Journalistinnen und Journalisten Impulse und Hilfestellung zu einer gendersensiblen Arbeitsweise im Alltag zu geben. Dabei wollen wir keine Vorschriften machen – sondern „nur“ jeden Tag etwas besser werden.

 

So geht es weiter

Während der zweieinhalbjährigen Förderzeit wird genderleicht.de um weitere Themenfelder ergänzt und ständig aktualisiert. Das Team wird Handreichungen erarbeiten, Weiterbildungen anbieten und die laufende Debatte mit Blog, Newsletter und Social Media-Aktivitäten begleiten. Gendergerechtigkeit in den Medien wie auch in der Gesellschaft ist ein Plus an journalistischer Qualität. Und die Chance, jeden Tag etwas „besser“ zu werden.

 

Rebecca Beerheide, Vorstandsvorsitzende Journalistinnenbund 2015-2019

Förderung vom BMFSFJ

Im Rahmen der ehrenamtlichen Arbeit wäre dies nicht zu leisten. Wir freuen uns deshalb, dass wir für dieses Projekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert werden. In einer ersten Phase zum Jahreswechsel 2017/18 hat unser vierköpfiges Projektteam den Ist-Zustand recherchiert und Good- wie Bad-Practice-Beispiele gesammelt. Seit Februar 2019 ist das Team Genderleicht in die Umsetzungsphase gestartet, mit der Erstellung dieser Website und dem Launch am 28. Juni 2019 in Berlin.

Unsere Mission

Gendersensible Medienarbeit ist zeitgemäß, fair und praxistauglich. Das Webportal genderleicht.de zeigt, warum das so ist und wie das Ganze funktioniert. Es ist ein Serviceangebot für Journalistinnen und Journalisten sowie für alle anderen, die Texte schreiben, fotografieren, Audios oder Videos produzieren. Das Portal bietet Orientierung, schlagkräftige Argumente, fachlichen Rat und praktische Tools. Es verwendet dazu eigene Texte und Elemente, integriert aber auch vorhandenes Wissen oder verweist darauf.

 

Als ein von Journalistinnen initiiertes Projekt zeigt genderleicht.de insbesondere auf, wie sich mit einfachen Methoden die Qualität der Berichterstattung steigern lässt. Gendersensibler Journalismus beginnt bei der Recherche. Auf ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis von Personen in journalistischen Beiträgen oder bei Podiumsdiskussionen zu achten, Beiträge von Anfang an geschlechtergerecht zu konzeptionieren, gängige Rollenklischees zu hinterfragen und so zu formulieren, dass wirklich alle Menschen gemeint sind – egal ob weiblich, männlich, oder divers, all das ist genderleicht. Es entstehen lebendige, lebenswirkliche und qualitativ hochwertige Ergebnisse, die sich sehen und hören lassen können.

 

Genderleicht.de hat das Ziel, die laufende Gender-Debatte zu versachlichen und Fakten zu vermitteln. Es bündelt Lösungsansätze und sammelt Anwendungsbeispiele, die zur Nachahmung verleiten. Dementsprechend schließt sich an den Launch des Portals die Entwicklung von Fortbildungsangeboten für verschiedene Zielgruppen an. Durch aktive Teilnahme an Diskussionsveranstaltungen aller Art wie auch durch eine gezielte Social-Media-Strategie werden die Inhalte publik gemacht und die Reichweite fortlaufend vergrößert.