Frauen statt Körperteile: Bilder für die Quote im Vorstand

von | 13. Februar 2024 | Bildermächtig

In einem Büro sind zwei Frauen im mittleren Alter, elegant gekleidet, im freundlichen Gespräch

Topmanagerinnen, so könnten sie aussehen. Frauen im mittleren Alter.
Fotografiert von © Anita Back für das Bildermächtig-Fotoprojekt

Topmanagerinnen angemessen ins Bild zu setzen, scheint eine Herausforderung für zahlreiche Redaktionen zu sein. Unsere Autorin Angelika Knop beschreibt in dieser dreiteiligen Blogserie, woran das liegt:

So bebildern Sie den Frauenanteil angemessen

Gleich zu Beginn dieses Jahres hat der Verein „Frauen in die Aufsichtsräte“ (FidAR) nachgezählt, wie es aussieht mit dem Geschlechterverhältnis in den Top-Etagen der deutschen Top-Unternehmen. Die Pressemitteilung am 5. Januar 2024 klingt enttäuscht: „Dem Engagement der führenden Börsenunternehmen in Deutschland, mehr Frauen in Führungspositionen zu berufen, geht etwas die Luft aus“. In den Aufsichtsräten der 179 Spitzen-Firmen ist gut jedes dritte Mitglied eine Frau, in den Vorständen noch nicht einmal jedes fünfte. Vor allem aber hat sich bei den Zahlen gegenüber dem Vorjahr nur wenig bewegt.

Das Medienecho auf die Mitteilung ist groß. Binnen weniger Stunden läuft von den Aachener Nachrichten bis zur Zevener Zeitung die Meldung „Studie: Frauenanteil in den Topetagen kaum gestiegen“. Meist kommt sie „direkt aus dem dpa-Newskanal“, von der Deutschen Presse-Agentur, ebenso wie das Titelfoto: Eine Frau mit Haarknoten und bunt aber dezent gemusterter Bluse unter einer gläsernen Kuppel im Dach. Das Bild ist erfreulicher als die Statistik: Die Frau hat einen Kopf, nicht nur Beine. Klingt selbstverständlich, ist es aber nicht.

Mit Pumps und Po in die Chefetage?

Die Aktivistinnen bei FidAR haben sich „oft geärgert“ über „die roten Pumps zwischen den Herrenschuhen“, mit denen solche Meldungen auch schon bebildert wurden, schreibt mir ihre Geschäftsführerin Elisabeth Kern – und freut sich, dass die zuletzt doch deutlich weniger geworden seien. So zumindest ihre Einschätzung, als sie im Presseecho auf der FidAR-Website die letzten verlinkten Artikel zum Thema nochmal durchgesehen hat.

Seit 2006 kämpft der Verein für mehr Gleichberechtigung bei den Spitzenjobs der deutschen Wirtschaft. Seit 2015 zählt er jedes Jahr, wie viele Frauen es in Vorständen und Aufsichtsräten deutscher Spitzenunternehmen gibt und veröffentlicht dazu mehrere Women-on-Board-Indizes (WoB). Mittlerweile tun das einige, sehr unterschiedliche Organisationen, von der gemeinnützigen AllBright Stiftung bis zur Unternehmensberatung Ernst & Young (EY). Sie veröffentlichen Berichte und aktualisieren diese laufend, alle zu unterschiedlichen Terminen. Rund ums Jahr gibt es also zahlreiche Anlässe, um zu melden, wie viele Frauen es in die obersten Führungsetagen der Wirtschaft „geschafft haben“.

Dazu gehört zumindest in Online-Medien fast immer ein Foto. Meist ist es ein Symbolbild, oft ein Agentur- oder Stockfoto. Diesmal, zur FidAR-Meldung im Januar, also eine Frau, von der nur Schulter und Hinterkopf zu sehen sind. Sie steht stellvertretend für Frauen in Führung oder auf dem Weg dorthin. Doch sie gibt ihnen kein Gesicht. Anders macht es das Magazin Personalwirtschaft, mit einem gut gewählten Stockfoto.

Screenshot: Rückenansicht jüngere Frau in bunter Bluse und Haarknoten

Screenshot Süddeutsche Zeitung, 5.1.2024 /
Foto © Anne Riedl, dpa

Im Büro: Eine Frau im hellblauen Kostüm im mittleren Alter spricht freundlich mit einem Mitarbeiter

Chefin mit Gesicht, Screenshot Personalwirtschaft, 5.1.2024
Foto © Jacob Lund, stock.adobe.com

Doch weder das eine noch das andere Bild kann den Fotos der männlichen Vorstände oder Aufsichtsräte, die immer noch die Gremien und damit auch die Wirtschaftsberichterstattung dominieren, etwas entgegensetzen. Die Wahl des Motivs ist also nur teilweise ein Fortschritt.

Pumps-Fotos? 3 Gründe für den Griff zum Klischeebild

1. Wenig Zeit, knappes Budget

Denn FidAR nennt in der Pressemitteilung ganz konkret einige Unternehmen und welche Frauen sie gerade in ihre Gremien berufen haben. Um Fotos davon zu verwenden, muss eine Redaktion jedoch ein gut sortiertes Archiv besitzen, oder Geld für Nutzungsrechte und etwas Zeit für die Recherche aufwenden. Dagegen steht der Druck, sofort mit der aktuellen Meldung online zu gehen und die oft dünne Besetzung am Nachrichtendesk.

„Die Budgets für Fotoeinkäufe außerhalb von Rahmenverträgen sind knapp in den Verlagen“, weiß die Hamburger Fotojournalistin Christina Czybik. Sie hat einen guten Einblick in die Branche, engagiert sich im Deutschen Fotorat, war vorher Mitglied im Fachausschuss Bildjournalismus des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) und früher leitende Bildredakteurin großer Agenturen. „Die Honorare für aktuell arbeitende Fotografen oder Fotografinnen sind so niedrig, dass es sich für sie kaum lohnt, Zeit in eine kreative Umsetzung oder in eine genaue Verschlagwortung der Bilder von zu investieren. Und in den Redaktionen fehlt oft die Zeit, sich für eine kurze Webmeldung durch die Bilderfluten zu wühlen. Es gibt durchaus Agenturen, die sehr kreative Stockfotos vermarkten, die auch mit Klischees brechen. Doch die sind eher hochpreisig.“

Und so greifen selbst Fachmedien wie das Handelsblatt oder die Wirtschaftswoche online bei der aktuellen FidAR-Meldung erst einmal aufs Foto von Annette Riedl zurück, das die dpa mit der Meldung liefert.

2.  Stockfotos gedankenlos gewählt

Wenn die Redaktionen selbst ins Stockfoto-Archiv greifen, muss das nicht besser ausgehen. Dann kommen nämlich manchmal doch wieder die schon erwähnten Pumps ins Spiel. So bebildert ein Artikel, der im Oktober 2023 identisch bei Spiegel Online und dem Manager Magazin erscheint, einen Bericht der Allbright Stiftung mit einem Foto von Getty Images. Zu sehen sind Aktenkoffer, Hosen- und ein paar Frauenbeine. Seltsam dazu die Unterzeile: „Mehr Diversität gewünscht: Die Vorstände von Adidas und der Porsche Holding sind noch immer rein männlich besetzt.“ Auf dem Bild sind zwar weder die Vorstände von Adidas noch von Porsche zu sehen, dafür aber neben Hosenbeinen ein Paar Beine, die wohl die allermeisten User und Userinnen weiblich lesen würden. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland nutzt ein ähnliches, ebenfalls sehr häufig verwendetes Motiv von dpa.

Screenshot: Beine von Frauen und Männern mit Aktentaschen werfen einen scharfen Schatten aufs Pflaster

Screenshot manager magazin, 18.10.2023
Foto ©Image Source/Getty Images

Screenshot: Blick auf die Beine von fünf Männern im Anzug und einer Frau mit Rock und Pumps

Screenshot Redaktionsnetzwerk Deutschland, 18.10.2023
Foto © Oliver Berg, dpa

Warum gerade diese Pumps-Fotos die FidAR-Aktivistinnen so verärgern, erklärt ihre Präsidentin Anja Seng: „Erstens ist das abgedroschen, wir haben das einfach zu oft gesehen. Es gibt auch andere, deutlich differenzierende Motive. Zweitens ist das sexistisch, weil hier das nackte Bein ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt wird. Bei Männern sieht man auf diesen Bildern deutlich neutraler nur den Stoff der Hose.“

Ein Stereotyp ist es ohnehin, weil Führungsfrauen ja auch Anzug oder flache Schuhe tragen können. „Mit beiden Beinen fest auf dem Boden – das wirkt auf einem Foto oft souveräner“, so Anja Seng. Gleicht sich die Kleidung an, ist das Bild jedoch möglicherweise erst auf den zweiten oder dritten Blick verständlich, so wie bei der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) zur gleichen AllBright-Meldung. Da verschwinden die hochhackigen Schuhe fast unter dem Hosenbein.

Blick auf vier Paar Hosenbeine, eine Person trägt Pumps

Was die Hosenbeine eigentlich sagen sollen?
Foto © Screenshot FAZ, 18.10.2023

3. Der Klick hat Priorität

„Möglichst plakativ“ lautet daher oft die Devise. „Selbstverständlich sind viele Stockbilder klischeehaft. Aber wenn die Endkonsumenten draufklicken, ist es für die Agenturen oder Redaktionen eben wirtschaftlich sinnvoll, sie auch so zu produzieren“, erklärt Fotojournalistin Christina Czybik. Um die Aussage allgemein zu halten und Probleme mit Bildrechten zu vermeiden, sollen Personen oft auch unerkannt bleiben. So landet der fotografische Blick – oder der Bildausschnitt, den die Redaktion wählt – dann eben gerne bei den Beinen. Passiert das in einer Nachrichtenagentur, kann dieses Foto die gesamte Berichterstattung zum Thema dominieren.

Genau das geschah Anfang Dezember 2023 bei einer Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) über Frauen in Führungspositionen. Die Google Bilder-Rückwärts-Suche spuckt dazu mehr als 80 Treffer aus – Doppelungen und falsche Verknüpfungen bereits abgezogen. Online-Portale, lokale, regionale und überregionale Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung, Zeit Online, Handelsblatt und Wirtschaftswoche zeigen im Web dasselbe dpa-Foto: Eine Frau im grauen Rock und hohen Schuhen schreitet vorbei an Männern im Anzug. Zu sehen ist ihr Unterleib von hinten, vom Po abwärts.

Frau im grauen, engsitzenden Kleid läuft an sechs Männern vorbei. Alle sind nur ab Bauch abwärts fotografiert.

Screenshot Süddeutsche Zeitung, 12.12.2023
© Oliver Berg, dpa

Aufgenommen hat das vielfach verwendete Bild der Fotograf Oliver Berg ein Jahr zuvor bei einer Pressekonferenz des Aufsichtsrats von Thyssen Krupp. Die Beine gehören der Ingenieurin Martina Merz, damals noch Vorstandsvorsitzende von Thyssen Krupp. Im April 2023 – also rund acht Monate bevor das Foto erneut die Runde machte – verließ sie den Stahl- und Technologiekonzern.

Sie selber – anders als ihre Beine – ist übrigens tatsächlich in einer Hinsicht „typisch“. „Typisch, weil sie ihre Chance – wie viele Frauen in Spitzenpositionen – erst bekam, als kaum noch etwas zu retten war.“ So schreibt das manager magazin über sie. Andere, männliche Manager hatten zuvor abgelehnt. Da übernahm Merz erst als Aufsichtsrats-, später dann als Vorstandschefin das Ruder. Ob sie wegen ihres umstrittenen Umbaukurses zurücktrat, hat sie ebenso wenig öffentlich erklärt wie ihre Meinung zum Bildmotiv. Es hätte davon übrigens auch eine Vorderansicht gegeben – weniger dynamisch, aber dafür wenigstens ohne den Blick auf den Po zu lenken.

Nur wenige Medien, darunter die FAZ, Die ZEIT und der Bayerische Rundfunk haben die Meldung zur IAB-Studie anders bebildert – mit Frauen vor Smartboards oder einem Schattenriss vor dem Aktienindex.

Frauen im Vorstand: Besser porträtiert statt kopflos

So oder so ist es problematisch, wenn durch den Bildzuschnitt Körperteile fehlen – etwa kopflose Frauen am Laptop oder mit Akten unter dem Arm. Umso mehr, wenn keine Models vor der Kamera stehen. Wer den Körper nicht professionell zur Schau stellt, will in der Regel nicht auf einen Teil davon reduziert werden.

Frau am Laptop. Der Kopf ist nicht zu sehen.

Schon so kopflos in der Bilddatenbank angeboten,
Screenshot Stuttgarter Zeitung, 12.12.2023
Foto © leuungchopan, IMAGO images, Panthermedia

Frau mit Aktenordnern und Handtasche im Kostüm. Der Kopf ist nicht zu sehen.

Kopflos, Screenshot Deutschlandfunk, 7.2.2024
Foto ©Patrick Pleul, dpa, picture alliance

Körperteile wie Augen oder Hände, die stärker die Persönlichkeit ausdrücken, können eine Ausnahme sein. Vielleicht hilft es bei der nächsten Bildauswahl, an den Menschen zu denken, der da zu sehen ist – oder an die Frauen, die sich repräsentiert fühlen sollen.

Originelle Randnotiz: Als der schuhkurier* vier Tage später einen Beitrag über Frauen in Führungspositionen in der Schuhbranche veröffentlicht, nennt er ihn „Zeit, dass sich was dreht“. Und nein – da macht kein Bein auf dem Absatz kehrt. Auf dem Aufmacher-Bild blickt eine Frau mit Brille frontal in die Kamera. Schuhe sind nicht im Bild. Aber aufgepasst: Dieses Bild ist KI-generiert. Es sieht täuschend echt aus.

Frauenanteile im Management richtig präsentieren

Das Thema Frauenanteile im Management lässt sich durchaus real bebildern. Das Handelsblatt illustriert im vergangenen Jahr einen Studienbericht mit Führungsfrauen der Unternehmen Henkel, Vonovia und Merck.

Frau im grauen, engsitzenden Kleid läuft an sechs Männern vorbei. Alle sind nur ab Bauch abwärts fotografiert.

So geht es auch: DAX-Vorständinnen ins Bild gesetzt.
Screenshot Handelsblatt, 18.10.2023, Fotos ©Imago, Vonovia, Henkel

Auch n-tv macht den Artikel online mit einem Foto von Belén Garijo auf, die den DAX-Konzern Merck leitet. Das regionale Onlinemagazin InFranken wählt ein Bild von Helen Giza, Vorstandsvorsitzende von Fresenius Medical Care. Doch das sind Ausnahmen, Symbolbilder die Regel.

Wenn Symbolbilder zum Einsatz kommen, dann sollten sie erstens klar als solche erkennbar oder ausgewiesen sein, so fordert es der Pressekodex, Ziffer 2 über die Pflicht zur Sorgfalt. Zweitens sollten sie die Zahlen für Frauen nicht noch schlechter machen als sie sind.

Nachgerechnet: Wie viele Vorstandsmitglieder sind weiblich?

Zugegeben, der Überblick über die verschiedenen Statistiken ist nicht ganz einfach. Einige Institutionen zählen die 160 Unternehmen, die in den deutschen Aktien-Indizes notiert sind. Andere, wie das Managerinnen-Barometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), sehen sich die 200 umsatzstärksten Firmen an.

Im Schnitt gilt jedoch für die Top 200 der deutschen Unternehmen: Knapp jedes sechste Mitglied im obersten Management, dem Vorstand, ist weiblich. In den Aufsichtsräten ist es etwa jedes dritte. Für ein Symbolfoto mit sechs Personen, bedeutet das: eine Frau und fünf Männer im Vorstand, zwei Frauen und vier Männer im Aufsichtsrat.

Es dürfen aber auch mehr Frauen sein, denn in einigen Vorständen gibt es bereits zwei davon. In einem Drittel der Aufsichtsräte herrscht ein nahezu ausgewogenes Verhältnis. Dafür hat vor allem die gesetzliche Geschlechterquote von 30 Prozent für Männer und Frauen im Aufsichtsrat gesorgt. „Die Frauenquote“, so FidAR-Präsidentin Anja Seng, „gibt es nämlich nicht. Und das Wording macht – ebenso wie das Bild – durchaus einen Unterschied in der Wahrnehmung“.

Festzuhalten bleibt aber: die gesetzliche Quote von 30 Prozent im Aufsichtsrat gilt aufgrund hoher Anforderungen nur für rund 100 deutsche Spitzenunternehmen, die Mindestquote von einer Frau im Vorstand sogar nur für 60. Es ist also ein kleiner Ausschnitt der deutschen Wirtschaft, um den sich viel Berichterstattung dreht.

Unternehmen angemessen bebildern

In der dpa-Meldung vom Dezember 2023 – die in der Nordseezeitung mit den Beinen von Martina Merz bebildert wurde – geht es allerdings gar nicht um diese Spitze der deutschen Wirtschaft, sondern um alle deutschen Unternehmen. Dazu zählen auch solche mit nur einem oder einer Beschäftigen. Für diese hatte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) festgestellt: In der ersten Führungsebene ist in etwa eine von vier Personen eine Frau, in der zweiten sind es zwei von fünf.

Blick auf den Po einer Frau im grauen Businessoutfit und die die Hosenbeine von sechs Männern.

Stimmt die Bildunterschrift: „Rein rechnerisch sieht sich derzeit eine Frau sieben Männern im Vorstand gegenüber“? Screenshot Nordseezeitung, 5.1.2023,
Foto © Oliver Berg, dpa

Wieso es auf dem Foto dann eine Frau von sieben Personen ist, bleibt ein mathematisches Rätsel. Außerdem passt der feine Anzugszwirn der Thyssen-Riege, die da ihre Beine hinhält, überhaupt nicht zu den kleinen Betrieben vom Handwerk bis zur IT-Agentur, die einen Großteil der Studie ausmachen. Das Bild ist also in vielfacher Hinsicht ein Fehltritt.

Im Vergleich dazu ist die gesichtslose Frau unter der Glaskuppel wirklich ein Fortschritt.

Frauenanteile und Quoten: 5 Tipps zur Bebilderung von Vorständen

  1. Genau hinsehen, um welche Statistik zum Thema Führungsfrauen es in einer Meldung geht: Passt das Bild zur Branche, zum Wirtschaftssegment?
  2. Im Bereich der gesetzlichen Quoten geht es um bekannte Unternehmen. Von denen gibt es immer Bilder. Dadurch wird auch Verantwortung klar: Dieses Unternehmen mit diesem Logo hat keine Frau im Vorstand.
  3. In der ausführlichen Pressemeldung finden sich in der Regel die Namen von Frauen in den Gremien. Das ermöglicht, Frauen mit einem Foto ein Gesicht zu geben.
  4. Wenn schon ein Stockfoto, dann sollten wenigstens die Zahlenverhältnisse stimmen. Ein Drittel – das sind zwei von sechs, nicht eine von sieben Personen. Bilder lassen sich entsprechend beschneiden.
  5. Abgeschnittene Körperteile – abgesehen von den Händen – ergeben oft eine seltsame bis unwürdige Perspektive.
Portrait Angelika Knop

© Christiane Kappes

Angelika Knop

Gastautorin

Als Journalistin und Moderatorin, berichtet Angelika Knop über Recht und Justiz, Medien und Frauenpolitik. Als Dozentin für Journalistik bringt sie ihren Studierenden näher, wie sie verantwortungsvoll mit Daten, Sprache und Bildern umgehen. Ihr Credo: Kritisch sein – auch sich selbst gegenüber, Fehler entdecken, dazulernen, Neues ausprobieren.

Frauen in MINT-Berufen

Rolemodels und gute Vor-Bilder

Viel zu kleine Bildauswahl

Serie Führungsfrauen, Teil 2

Bessere Businessfotografie

Serie Führungsfrauen, Teil 3

Unser Fotoprojekt Neue Bilder

Pressekodex, Richtlinie 2.2:  Symbolfoto

Kann eine Illustration, insbesondere eine Fotografie, beim flüchtigen Lesen als dokumentarische Abbildung aufgefasst werden, obwohl es sich um ein Symbolfoto handelt, so ist eine entsprechende Klarstellung geboten. So sind

  • Ersatz- oder Behelfsillustrationen (gleiches Motiv bei anderer Gelegenheit, anderes Motiv bei gleicher Gelegenheit etc.)
  • symbolische Illustrationen (nachgestellte Szene, künstlich visualisierter Vorgang zum Text etc.)
  • Fotomontagen oder sonstige Veränderungen

deutlich wahrnehmbar in Bildlegende bzw. Bezugstext als solche erkennbar zu machen.

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