Die Leichtigkeit des Sommers wirkte sich positiv auf das Gendern aus. Wir haben etliche unterhaltsame Tweets entdeckt und uns über viele Diskussionen gefreut. Es ist zu erkennen, dass Medienschaffende gerne Personen aus ihrer Branche unterstützen und zu einer gendersensiblen Sprech- und Schreibweise motivieren.

Das Gendern wird vermehrt genutzt und ausprobiert, auch im Radio!


… und wo wir das ZDF schon gelobt haben für seinen spielerischen und experimentierfreudigen Umgang mit dem Gender-Gap, braucht die ARD noch etwas mehr Zeit und Courage.

Auch in Österreich wird viel über eine gendersensible Sprache diskutiert. Der Oberauer-Verlag bringt dort das Pendant zum deutschen Medium Magazin heraus: „Der Österreichische Journalist“. Wir erinnern uns an die empörende, juristische Reaktion des Verlags auf die 50/50 Umbenennung des DJV Magazins Journalistin, oh pardon, Journalist. In Österreich will er eventuell einen anderen Weg gehen. Das liegt vor allem daran, dass eine so erfolgreiche Journalistin, Anchorwoman der Fernsehsendung PULS 4 News und stellvertretende Vorsitzende des österreichischen „Frauennetzwerk Medien“ den Verlag öffentlich auf Twitter angeschrieben hat:


Manche Print- und Online-Medien veröffentlichen Artikel, bei denen aufmerksam Lesende direkt feststellen, wie wichtig und simpel es ist, mehr auf die Sprache zu achten und nicht stupide das generische Maskulinum zu nutzen. Die radioeins-Moderatorin (rbb) Sophia Wetzke markiert entschlossen mit dem Rotstift:

Es kann doch nicht so schwer sein, findet auch Miki:


Der Zuspruch und das Verständnis für eine gendergerechte Ausdrucksweise wächst und wächst. Die Communitys schaffen es, fair zu kommunizieren und freundlich zu debattieren. Auch das Bewusstsein für eine bedachte Sprache kommt immer mehr in unserer Gesellschaft an.

Weiter so!

Anna E. Poth
Anna E. Poth

Referentin

Anna E. Poth diskutiert viel und gerne, um andere Leute zum Umdenken und Hinterfragen anzustoßen. Das gendergerechte Sprechen lässt sie auch als Theaterregisseurin noch sensibler auf ihr Gegenüber eingehen. Ihre journalistischen Projekte können zudem auf der Bühne wiedergefunden werden.

Genderleicht.de

Auf Genderleicht.de finden Sie nützliche Tipps & Tools, wie Sie diskriminierungsfrei schreiben und sprechen, sowie Argumente und Fakten für die gendersensible Medienarbeit.

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